„Was machst du eigentlich nochmal?“
So oder so ähnlich lautet die Frage nach meinem Beruf bzw. nach dem „was ich mache“ wenn Menschen sich mit mir darüber unterhalten oder von mir wissen wollen was ich denn beruflich mache. Oft werde noch nicht mal ich gefragt sondern jemand aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis. Wahlweise mit Stirnrunzeln und subtilem Untertitel:
„Warum kann der nicht was Normales machen?“
Daher folgt hier die Gebrauchsanweisung für Familie, Freundeskreis & interessierte Partygäste.

Die Kurzfassung:
Ich arbeite seit Sommer 2024 als „Bildungsgestalter“ 1bei der Hamburger Bildungsagentur Jöran & Konsorten (J&K). Der 2009 gegründete Think‑and‑Do‑Tank entwickelt Konzepte, Materialien, Veranstaltungen (so wie das OERcamp) – und baut Netzwerke rund ums Lernen.
Unser Spezialgebiet: kreative und unerprobte (oft digitale) Lösungen. Wer mehr wissen möchte, liest einfach weiter.
Für alle anderen gilt: Ja, damit kann man Geld verdienen und nein, ich bin nicht mehr an der Uni 😉
Wie ich hier gelandet bin
Ich glaube, ich bin ein typisches Beispiel für Menschen mit einer diskontinuierlichen Bildungs- bzw. Berufsbiografie. Dieser Begriff ist noch übrig aus meinem zweiten Studium. Doch: first things first!
Meine Bildungsbiografie im Schnelldurchlauf
- Zeitsoldat bei der Marine (2004–2006) – Salzwasser, wenig Schlaf und das erste Mal richtig viel Lernen
- Studium 1: Lehramt (2006–2009) – Lernen für Prüfungen easy, Hausarbeiten nope, Abbruch
- Ausbildung zum Physiotherapeuten (2009–2012) – 1/2 Medizinstudium, inspirierende Lehrer:innen, Lernen mit Kopf, Herz und Hand
- Arbeiten als Physiotherapeut (2013) – Fortbildungssprint, Behandeln queerbeet, das „Lehren“ lässt mich nicht los
- Studium 2: Berufspädagogik (2013–2019) – endlich Hausarbeiten, lernen übers Lernen und Lehren, Abbiegen in die Bildungswissenschaft
- Bildungswissenschaft & Hochschuldidaktik (2019–2024) – wie „lehrt“ man einen Beruf digital, VR-Szenarien für Pflege und Medizin, Hochschuldidaktik, aber keine Dissertation, OERstkontakt
- Jöran & Konsorten – Hier kommt alles zusammen: (offene) Bildung, Medien, Menschen
Man kann versuchen, darin einen roten Faden zu erkennen – oder einen geheimen Plan. Ich sehe ihn nicht. Aber das heißt nicht, dass es keinen gibt. Ich habe zumindest keinen verfolgt – eher Spuren. Manchmal eigene, manchmal fremde. Und manchmal bin ich einfach irgendwo angekommen, ohne zu wissen, dass ich auf dem Weg war. Aber zu diesen einzelnen Stationen zu anderer und an anderem Ort mehr.2
„Aber du warst doch mal…?“
Und je nachdem, an welchem Kapitel jemand eingestiegen ist, bin ich mal der Ex-Soldat, mal der Physiotherapeut3, mal der Pädagoge. Oder, ganz aktuell: Frank, der In Hamburg irgendwas mit Bildung macht, bei einer Agentur. Und damit sind die meisten endgültig raus.
„Erst Pädagoge und jetzt auch eine Agentur. Was soll denn das sein?“
Ich gebe zu: Auch ich musste erst mal nachschauen. Wikipedia sagt:
„Im deutschsprachigen Raum bezeichnet Agentur vor allem Unternehmen oder Behörden, die im Bereich privater oder staatlicher Dienstleistungen Vermittlungs- und Serviceaufgaben übernehmen“ (Wikipedia)
Das heißt quasi, wir machen überwiegend Dinge mit Menschen für Menschen. Das muss ich konkretisieren. J&K ist nämlich eine Bildungsagentur. Das bedeutet, wir entwickeln einerseits Bildungsangebote und führen sie durch (z. B. Aus-, Fort- und Weiterbildungen in Form von Workshops oder größere Bildungsveranstaltungen) und erstellen Bildungsmaterialien (z. B. Bücher, Onlinekurse, Podcasts …), oft in digitaler Form. Die J&K-Website formuliert es ein bisschen schöner:
„Wir kennen uns in der Welt von Bildung und Lernen genauso gut aus wie in der digitalen Welt. Unsere Projekte liegen häufig dort, wo sich beide Welten berühren.“
Diese Agentur existiert und wirkt aber nicht nur dadurch was sie macht und produziert sondern auch wer sie ist und mit wem sie zusammenarbeitet. Ihr soziales Netzwerk. Etwas das ist erst so richtig begriffen habe als ich schon angefangen habe dort zu arbeiten. Viele Namen, denen ich zuvor begegnete, wenn es um zeitgemäße Bildung (mit digitalen Medien) ging und die auch in einschlägigen sozialen Netzwerken unterwegs waren bzw. sind (z.B. ehem. Twitter, Bluesky, Mastodon) haben etwas mit J&K zu tun (gehabt). Sei es durch gemeinsame Projekte und sie waren selber mal ein Teil von J&K. Eine/e Konsort:in.
Und spätestens jetzt kommt die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird – gleich hinter: ‚Was machst du eigentlich nochmal?
„Aber was ist jetzt dieses OER?“
Mein Erstkontakt mit J&K – Schweizer-Taschenmesser der Bildung – war zweierlei, aber beides hatte mit drei Buchstaben zu tun, die einen Schwerpunkt meiner derzeitigen Arbeit ausmachen.

- Wenn man sich das Konzept OER im Netz erklären lassen will, dann kommt man i.d.R. nicht um Jöran Muuß-Merholz nicht herum (Namensgeber und 1/2 Geschäftsführung der Agentur J&K wie du vielleicht schon vermutet hast) und
- wenn man etwas tiefer in die OER Community eintaucht kommt man nicht um das OERcamp herum. Dazu später mehr.
Es ist knifflig das Konzept OER zu erklären ohne zu weit auszuschweifen. Ich glaube deshalb steigen hier die meisten Menschen aus, im Gespräch über „Was machst du nochmal?“. Es ist sogar doppelt kniffelig.
- Es ein Akronym, also eine Abkürzung, die man erstmal „entpacken“ muss um zu wissen was die 3 Buchstaben jeder für sich bedeuten. Und dann sind die dahinter stehenden Wörter auch noch in englisch. Das ist heutzutage eigentlich kein Problem mehr. Aber es erfordert bei Vielen dennoch eine minimale Übersetzungsleistung und sorgt zumindest für eine kleine Befremdung.
- Es ist ein Fremdbegriff. Man könnte auch sagen, es klingt wie ein Fachbegriff, der nicht selbsterklärend ist. Wie etwas das es gibt bei dem man nicht genau weiß was es ist. Das schafft meiner Erfahrung nach Distanz zu diesem Begriff.
Beides führt (so vermute ich) zu einem Effekt, den ich schwer benennen kann, aber der sich so anfühlt:
„Es gibt mich – und es gibt diesen Begriff, von dem Frank da spricht. Und dazwischen ist eine Lücke.“
Ich glaube, es fühlt sich ein bisschen so an, als würde mit dem Auftauchen des Begriffs im Gespräch eine Art Behälter entstehen, in dem sich etwas Neues befindet, das man vorher noch nie gesehen hat. Es ist, als ob das, was der Begriff beschreibt, in dem Moment zu existieren anfängt, in dem man mit ihm konfrontiert wird. Also, als ob es den Begriff zuerst gab und dann erst das, wofür er steht. (Spoiler: Das tut es nicht!) Und ein bisschen ist es in unserem Gespräch auch so.
Also fange ich an zu erklären. Ich versuche deutlich zu machen, dass das, was hinter OER steckt, weder fremd noch neu ist. Ich versuche, den Abstand zwischen mir bzw. dem, was ich tue, und meinem Gegenüber zu reduzieren. Ich sage:
Vergessen wir also diese drei Buchstaben OER wieder
Nähern wir uns von der anderen Seite: Lehrer:innen brauchen für ihren Unterricht Materialien. Dazu gehören Bücher, Arbeitsblätter, Präsentationen und Videos, aber auch zunehmend Podcasts, Onlinekurse oder digitale Elemente wie Quizze. Diese Materialien erhalten sie entweder über die Schule (z. B. Schulbücher, die bei Verlagen eingekauft werden) oder sie erstellen sie selbst. Eine weitere Möglichkeit ist der Austausch mit Kolleg:innen. Der Hauptweg ist jedoch noch das „Lehrwerk“ und selbst erstellte Materialien. Oder es ist ein Mix: Das Lehrwerk wird angepasst (differenziert), wodurch genau genommen neue Materialien entstehen. Die Suche nach von anderen Lehrenden erstellten Materialien ist eher die Ausnahme. Innerhalb einer Schule, also innerhalb des eigenen Kollegiums, kann das schon mal vorkommen, aber über den Tellerrand der eigenen Schule hinaus wird es dünn, auch wenn es einzelne Plattformen (wie z. B. ZUM.de, Wielernenonline.de, 4teachers etc.) gibt, die das erleichtern wollen.
Wenn wir aber davon ausgehen, dass es im Fach Deutsch wahrscheinlich weit über 10.000 Deutschlehrkräfte gibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass einige davon Materialien erstellen, von denen auch andere profitieren könnten.
OER bedeutet eine Kultur des Teilens
Wenn diese Lehrenden nun ihre Materialien anderen zur Verfügung stellten, indem sie sie z. B. auf Plattformen hochladen, die extra dafür geschaffen wurden, oder auf eigenen Homepages, sodass möglichst viele darauf zugreifen könnten – dann würden sich daraus viele Vorteile ergeben.
- Allen voran (aber nicht mein Lieblingsgrund): Zeitersparnis
- Lehrende müssten das Rad nicht neu erfinden und könnten die Materialien ihrer Kolleg:innen 1:1 übernehmen. Das ist unrealistisch, sagst du? Wahrscheinlich sind Klassen, Lehrstile, Schulcurricula etc. zu verschieden, als dass man genau das eine Arbeitsblatt oder das eine Video findet, das genau passt. Und die Suche dauert so lange – dann kann man es gleich selbst machen. Touché!
- Lehrende könnten Materialien von anderen Lehrenden an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Gerade im Zeitalter von KI haben wir mächtige Werkzeuge an der Hand, um uns unser Lehrmaterial zusammenzubasteln. Der Trend geht derzeit wahrscheinlich dahin, sich alles von KI erstellen zu lassen – was genau genommen aber auch wieder zusammengebasteltes Material ist (#Trainingsdaten). Womit sich ein weiteres großes Thema auftut: Wenn wir wollen, dass KI „lernt“, was gute Lehrmaterialien sind, dann dürfen wir diese nicht in Schubladen, Laptops oder mit Kolleg:innen geteilten USB-Sticks/Netzlaufwerken verstauben lassen.
- Und selbst wenn das Material nicht gut anzupassen ist, so kann es dennoch als Inspiration dienen. Und auch die braucht ihre Zeit.
- Lehrende müssten das Rad nicht neu erfinden und könnten die Materialien ihrer Kolleg:innen 1:1 übernehmen. Das ist unrealistisch, sagst du? Wahrscheinlich sind Klassen, Lehrstile, Schulcurricula etc. zu verschieden, als dass man genau das eine Arbeitsblatt oder das eine Video findet, das genau passt. Und die Suche dauert so lange – dann kann man es gleich selbst machen. Touché!
- Eine Zeitersparnis bringt oft auch eine Kostenersparnis mit sich.
- Zeit kostet Geld. Die Zeit von Lehrer:innen kostet viel Geld4. Diesen Druck spüren Lehrer:innen und Schulen wahrscheinlich nicht so stark wie wirtschaftlich(er) arbeitende und denkende Institutionen aber spätestens die Schulträger dürften daran interessiert sein, denn…
- Schulmaterialien, insbesondere Lehrwerke, kosten Geld. Diese stammen Stand 2025 immer noch größtenteils von traditionellen Lehrbuchverlagen. Schulen haben Verträge mit diesen Verlagen, sodass sie nach wie vor (viel) Geld für Lehrbücher und Lizenzen ausgeben. So wurden beispielsweise 2,6 Millionen Euro für ein Online-Nachschlagewerk inklusive Enzyklopädie und Jugend- und Kinderlexikon ausgegeben (Dobusch, 2021).
- Zeit kostet Geld. Die Zeit von Lehrer:innen kostet viel Geld4. Diesen Druck spüren Lehrer:innen und Schulen wahrscheinlich nicht so stark wie wirtschaftlich(er) arbeitende und denkende Institutionen aber spätestens die Schulträger dürften daran interessiert sein, denn…
- Mein Lieblingsgrund: Gemeinsam lehrt es sich weniger allein.
- Wenn Lehrende ihre Lehrmaterialien teilen, geben sie damit auch immer Einblick in ihre Lehre bzw. ihren Unterricht. Ein Lehrmaterial kommt selten allein. Akademischer ausgedrückt stehen Lehr- bzw. Unterrichtsmaterialien immer in Abhängigkeit zu anderen Unterrichtselementen. Neben dem Lernziel, der Methode und den Inhalten ist das gemäß Hamburger Modell stets die Lehrperson selbst.
- Der Austausch von Lehrmaterialien ist also auch immer ein Austausch über Lehre.
- Das Teilen von Lehrmaterialien kann aber auch zu direktem Austausch über die Materialien und damit über die Lehre führen. Spätestens jetzt haben wir die enge Definition von offenen Bildungsmaterialien (OER) verlassen und sind schon fast bei offenen Bildungspraktiken (Open Educational Practices – OEP) angekommen.
- Wenn Lehrende ihre Lehrmaterialien teilen, geben sie damit auch immer Einblick in ihre Lehre bzw. ihren Unterricht. Ein Lehrmaterial kommt selten allein. Akademischer ausgedrückt stehen Lehr- bzw. Unterrichtsmaterialien immer in Abhängigkeit zu anderen Unterrichtselementen. Neben dem Lernziel, der Methode und den Inhalten ist das gemäß Hamburger Modell stets die Lehrperson selbst.
Es ließen sich noch viele weitere Gründe aufführen, offen(er) mit seinen Lehrmaterialien umzugehen. Wir waren aber dabei, was OER ist:
OER sind demnach jegliche Bildungsressourcen5 die so gestaltet sind, dass sie für viele andere Lehrende und Lernende zugänglich sind und diese sie weiter benutzen, verändern und ihrerseits wieder mit vielen anderen teilen können.6
Das ist meine Definition. Die „Ey-Frank-was-ist-dieses-OER-Definition“. Die offizielle Definition ist natürlich ein bisschen ausführlicher:
„Lehr-, Lern- und Forschungsressourcen in Form jeden Mediums, digital oder anderweitig, die gemeinfrei sind oder unter einer offenen Lizenz veröffentlicht wurden, welche den kostenlosen Zugang, sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügi- gen Einschränkungen erlaubt. Das Prinzip der offenen Lizenzierung bewegt sich innerhalb des bestehenden Rahmens des Urheberrechts, wie er durch einschlägige internationale Abkommen festgelegt ist, und respektiert die Urheberschaft an einem Werk“ (DUK, 2012)
Warum so kompliziert? Das hat mit dem deutschen Urheberrecht zu tun. Es lässt sich darauf reduzieren, dass alles, was jemand erschafft und das auch nur den Hauch einer persönlichen geistigen Eigenleistung enthält, automatisch geschützt ist.
Geschützt wovor? Davor, dass andere etwas damit tun, ohne bei der Erschafferin nachzufragen.
Geschützt wodurch? – Durch das Urheberrechtsgesetz (UrhG).
Ein Beispiel: Ich erstelle eigenhändig eine Abbildung, auf der ich zu erklären versuche, inwiefern und welche Art von Daten in eine KI Eingang finden und welche Art von Daten diese KI wieder verlassen. Das reicht vollkommen aus, damit diese meine Schöpfung (im UrhG heißt das dann „Werk“) urheberrechtlich geschützt ist.

Auch wenn ich dieses Bild im Internet für alle zugänglich mache, dürfte niemand etwas damit anstellen, ohne mich zu fragen. Es gibt allerdings Ausnahmen. Eine davon ist, dass Lehrer:innen mein Bild für ihren Unterricht nutzen dürfen. Aber sie dürfen es nicht verändern und schon gar nicht weitergeben. Das nennt sich „Locked in”. Das Gleiche gilt für die meisten traditionellen Lehrbücher oder Bildungsmaterialien in Deutschland. Wer sich nicht daran hält, kann verklagt werden.
Ich möchte jedoch, dass alle Menschen meine Abbildung nutzen, verändern und weitergeben dürfen – auch außerhalb ihres Unterrichts oder ihrer Vorlesung. Vielleicht hat ja jemand eine tolle Idee, wie er diese Abbildung in ein Video einbauen oder das Bild für Schulklassen vereinfachen kann.
Das Gute ist: Ich darf das entscheiden und kann diese Erlaubnis für alle sichtbar machen. Wie? Indem ich eine Lizenz vergebe. Das ist so etwas wie ein Vertrag. Aber es ist eine ganz besondere Lizenz, so ähnlich wie …
Ein Vertrag mit der ganzen Welt 🌍
Das ist deshalb etwas Besonderes, da Verträge oft nur zwischen wenigen, klar definierten Parteien bestehen. Diese Lizenz ist wie ein Versprechen – nicht an eine Person, sondern an alle.
Diese Lizenzen (es gibt ein paar davon) sind es, die den Unterschied zwischen traditionellen Lehrmaterialien und offenen Bildungsmaterialien, sprich OER, ausmachen.
Auf mein Bild angewendet bedeutet das, dass ich möglichst nah beim Bild folgenden Lizenzhinweis anbringe:
„Urheberrechtlich relevante Aspekte im Umgang mit KI“ von Frank Homp ist lizenziert unter CC BY 4.0.
Am besten bringe ich noch ein Siegel an, das allen sofort ins Auge springt. Auch dieses Siegel gibt es bereits:

Von OER zum OERcamp
Du würdest diese Seite nicht lesen, wenn du das alles schon vorher gewusst hättest. Und so wie dir geht es vielen… den meisten Menschen in Deutschland. Die OER-Community ist nach wie vor eine Graswurzellandschaft. Sie ist nicht winzig aber überschaubar und vor allem sehr verstreut. Und damit diese Menschen einen Platz haben an dem sie zusammenkommen, sich austauschen und Fragen stellen können gibt es das…

Hier treffen sich seit 2012 Menschen aus allen Bildungsbereichen um über offene Bildung zu sprechen, zu diskutieren, zu fragen und sich gegenseitig zu zeigen woran sie gerade arbeiten. Bei jedem OERcamp sind 50% der Teilnehmer:innen zum ersten Mal dabei. Das bedeutet, dass die OERcamp Community und damit die OER-Community seit 13 Jahren kontinuierlich wächst.
vom Teilnehmer zum Teilgeber zum (Mit)Organisator
Vor meiner Zeit bei J&K habe ich zwei OERcamps besucht – und jedes Mal hat mich diese bunte, wuselige, zugleich unglaublich intensive Lernatmosphäre komplett geflasht. Eine solche Art des gemeinsamen Tüftelns war mir weder aus meiner Zeit an der Universität (höchstens aus dem Studium) noch aus der Hochschuldidaktik bekannt. Beim ersten Camp fühlte es sich an wie nach Hause kommen. Beim zweiten Mal fühlte es sich an wie Freunde wieder treffen. Weil ich so begeistert war – vom Thema OER und vom Barcamp-Format –, kam schnell die Idee auf, nicht nur teilzunehmen, sondern das OERcamp künftig mitzugestalten. Ehrlich gesagt:
Ich bin ziemlich stolz – und sehr froh, dass ich diese Chance ergreifen darf.

Patrick Kaut für OERcamp / Agentur J&K – Jöran & Konsorten unter CC BY 4.0
- Das ist eine erfundene Berufsbezeichnung! ↩︎
- Dies ist einer meiner ersten Beiträge, und während diese Website wächst, wird es (hoffentlich) mehr Verbindungen zwischen Gedanken und Blogposts geben. Ich werde hin und wieder nach interessanten Verbindungen suchen. ↩︎
- Physio bin ich gefühlt stets ein bisschen geblieben. Auch wenn ich micht mittlerweile dazu durchgerungen habe von „Ich war mal Physioptherapeut“ zu sprechen. Das hat ein bisschen gedauert. Das hindert andere aber nicht daran mich trotzdem bei Fragen zu Gesundheit oder Krankheit zu kontaktieren. ↩︎
- Für das Jahr 2024 ist die KMK von 17.400 fehlenden Lehrkräften ausgegangen. ↩︎
- Einschließlich Lehrplänen, Kursmaterialien, Lehrbüchern, Streaming-Videos, Multimedia- Anwendungen, Podcasts sowie jegliches weitere Material, welches zu Lehr- und Lernzwecken entwickelt wurde (UNESCO, 2013) ↩︎
- Auf dieser Seite versuche ich ohne Definition zu erklären was OER und OEP ist. ↩︎


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