Auf der OERcamp Werkstatt 2026 in Detmold haben wir ein Spiel namens Top Ten gespielt.1 Das Spiel gibt es ganz normal zu kaufen und macht eine Menge Spaß und funktioniert auch super ohne diesen Beitrag hier.
In diesem Beitrag beschreibe ich
Dieses Spiel ist ein selbst entwickelter Fanmode zum Spiel „Top Ten“ für den Bildungsbereich. Es nutzt die Grundidee, Antworten auf einer Skala einzuschätzen, überträgt sie aber auf Situationen aus Schule, Unterricht, Bildung, Teamarbeit und Leitung.

Worum geht es meiner Version des Spiels?
Was wäre in einer Schule eine richtig gute Idee – und was würde sofort für schlechte Stimmung sorgen? Was ist in einer Unterrichtsstunde nur ein bisschen chaotisch – und was eine echte Katastrophe? Was wirkt mutig, peinlich, hilfreich, übertrieben oder genial?
In diesem Fanmode erfindet ihr Antworten auf Bildungssituationen und versucht einzuschätzen, wo diese Antworten auf einer Skala liegen. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um unterschiedliche Perspektiven: Was die eine Person für eine großartige Idee hält, kann für eine andere schon völlig daneben sein.
Das Spiel bringt solche Unterschiede spielerisch auf den Tisch. Ihr könnt zuspitzen, übertreiben, lachen – und merkt nebenbei, welche Vorstellungen von guter Bildung, gutem Unterricht, guter Zusammenarbeit oder guter Leitung im Raum sind.
Beispielrunde
[Bild von Beispielkarte einfügen]
Die Karte lautet:
Du bist die neue Schulleitung. Bei deiner Antrittsrede verkündest du, was du auf jeden Fall noch dieses Jahr umsetzen willst. Was ist es?
Die Skala reicht von:
1 = Deine Kolleg:innen kündigen.
bis
10 = Ihr erhaltet den Deutschen Schulpreis.
Alle Mitspielenden bekommen verdeckt eine Zahl auf dieser Skala. Wer eine niedrige Zahl hat, nennt eher eine Idee, die schlecht ankommt. Wer eine hohe Zahl hat, nennt eher etwas, das die Schule richtig weiterbringen könnte.
Eine Person übernimmt die Sortierrolle. Sie hört sich alle Vorschläge an und versucht anschließend, sie in die richtige Reihenfolge zu bringen: vom unteren Ende der Skala bis zum oberen Ende.
Danach wird aufgedeckt. Die Gruppe schaut gemeinsam: Welche Einschätzungen lagen nah beieinander? Wo wurde etwas unterschiedlich verstanden? Und welche Maßstäbe stecken dahinter?
Erste Beispielkarten
In der Tabelle weiter unten findest du erste Entwürfe für Fragekarten. Sie sind noch nicht fertig, sondern als Ausgangspunkt gedacht: Welche Situationen funktionieren gut? Welche Skalen sind verständlich? Welche Fragen machen Lust zu spielen – und führen trotzdem zu spannenden Gesprächen über Bildung?
Wenn dir eine bessere Formulierung einfällt oder du eine eigene Fragekarte vorschlagen möchtest, freue ich mich über deine Idee. Besonders interessant sind Situationen aus Schule, Unterricht, Hochschule, Weiterbildung, Teamarbeit, Leitung, Prüfungskultur und oder Digitalisierung.
Schick mir gerne deinen Vorschlag: eine kurze Situation, eine Aufforderung und zwei Skalenenden – also einmal „von …“ bis „…“.
Zum Beispiel: Du bist die neue Schulleitung. Bei deiner Antrittsrede verkündest du, was du auf jeden Fall noch dieses Jahr umsetzen willst. Was ist es? Skala: von „Deine Kolleg:innen kündigen“ bis „Ihr erhaltet den Deutschen Schulpreis“.
Hier sind meine Ideen
(Ein großes Dankeschön an Ira Fabri für diese tolle kleine Tool! ❤️)
Hast du eine Idee für eine Fragekarte?
Dann schick sie mir gerne. Am hilfreichsten ist dieses Format:
- Rolle / Kontext: Wer ist die Person oder in welcher Situation befindet sie sich?
- Situation: Was passiert gerade?
- Aufforderung: Was soll genannt, entschieden oder erfunden werden?
- Skala: Von welchem unteren Ende bis zu welchem oberen Ende reicht die Einschätzung?
Beispiel: Du bist … / Es passiert … / Was tust du? / Skala: von … bis …
Einfach als Kontakt unter diesen Beitrag. Oder per Mail an info[at]frankundfreiwllig.de
Dieses Material ist entstanden auf der OERcamp Werkstatt 2026 in Detmold.
„Fanmode (edu edit) zu ‚Top Ten’“ von Frank Homp ist lizenziert unter CC BY 4.0
Weitere Ideen
- für den Bildungsbereich könnte man statt mit 10 mit 6 Skalenschritten arbeiten und das positive immer auf der 1 positionieren.
- Das Spiel in seiner Grundform stammt von Aurélien Picolet. Das Originalspiel stammt vom Verlag „Cockktail Games“ im deutschsprachigen Raum wird es von „Asmodee“ vertrieben. ↩︎


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